Was uns wichtig ist

Ein paar Dinge sind uns wichtig.

Theater kann ziemlich vieles.

Uns unterhalten, überraschen, herausfordern oder für einen Abend auf ganz andere Gedanken bringen. Es darf leicht sein, ohne belanglos zu werden. Anspruchsvoll, ohne sich wichtiger zu nehmen als sein Publikum. Und manchmal einfach ein verdammt guter Abend.

Wir mögen Theater, das neugierig bleibt. Das Bekanntes anders anschauen kann und Unbekanntem eine Chance gibt. Das uns überraschen, irritieren oder auch mal ratlos zurücklassen darf. Und das uns nicht vorschreibt, was wir am Ende damit anfangen sollen.

Was das für den Burgbachkeller bedeutet, steht gleich hier.

Von hier aus

Fast sechzig Jahre Burgbachkeller. Das sind ziemlich viele Abende, ziemlich viele Menschen und vermutlich noch mehr Ideen. Einige davon sind geblieben. Andere nicht.

Heute interessiert uns, was rund um diesen Keller entsteht. Künstler*innen und Vereine aus Zug sollen hier nicht nur auftreten, sondern ausprobieren, proben und weiterarbeiten können. Davon gibt es bereits einiges. Wir wollen mehr davon. Nicht, weil lokal automatisch gut ist, sondern weil ein Theater auch mit dem Ort zu tun hat, an dem es steht.

Und genauso mit dem, was von anderswo kommt. Wir wollen wissen, was Künstler*innen beschäftigt, welche Formen entstehen und was sich gerade verändert. In Zug, in der Schweiz und darüber hinaus.

Der Burgbachkeller steht mitten in Zug. Genau von hier aus machen wir weiter.

Was hier Platz hat

Wir mögen Theater, das etwas kann. Uns zum Lachen bringen zum Beispiel. Oder auf Gedanken, auf die wir alleine vielleicht nicht gekommen wären. Manchmal beides am selben Abend.

Auf unserer Bühne treffen unterschiedliche Formen, Handschriften und Geschichten aufeinander. Theater, Tanz, Musik, Literatur und alles, was sich nicht so recht entscheiden will, was es eigentlich ist. Bekanntes steht neben Unbekanntem, Leichtes neben Sperrigem, grosse Fragen manchmal neben ziemlich kleinen.

Nicht alles muss allen gefallen. Das wäre vermutlich auch ein seltsames Programm. Aber alles, was wir zeigen, soll einen Grund haben, hier zu sein.

Wir suchen Arbeiten, die etwas Eigenes mitbringen. Die genau hinschauen, etwas riskieren oder einfach verdammt gut darin sind, einen Abend lang eine Geschichte zu erzählen.

Dafür ist Platz.


Was noch werden kann

Nicht alles, was auf eine Bühne gehört, ist schon fertig.

Uns interessieren neue Ideen, junge Künstler*innen und Formen, die sich nicht gleich einordnen lassen. Deshalb zeigen wir Erstproduktionen, probieren neue Formate und Auftrittszeiten aus und geben auch dem eine Chance, bei dem noch nicht feststeht, wohin es führt.

Denn Theater ist nicht nur ein Ort für das, was schon da ist. Sondern auch für das, was noch werden kann.

Für dich. Und dich.

Manche gehen seit Jahren ins Theater. Andere zum ersten Mal. Manche wollen sich überraschen lassen, andere wissen ziemlich genau, was sie mögen. Bei uns soll für beides Platz sein.

Wir machen Theater für unterschiedliche Generationen, öffnen Türen für Kinder und Jugendliche und suchen Wege, wie mehr Menschen den Burgbachkeller für sich entdecken können. Mit Vermittlung, Austausch und Angeboten, die nicht voraussetzen, dass man schon weiss, wie Theater geht.

Man muss bei uns nicht alles kennen, verstehen oder mögen.
Neugierig sein reicht fürs Erste.


Was für uns klar ist

Bei uns dürfen unterschiedliche Menschen, Meinungen und Perspektiven aufeinandertreffen. Man darf diskutieren, widersprechen und sich auch mal ziemlich uneinig sein.

Was nicht zur Diskussion steht, ist die Gleichwertigkeit anderer Menschen. Rassismus, Antisemitismus, Sexismus, Queer- und Transfeindlichkeit, Ableismus, Klassismus und andere Formen von Diskriminierung haben bei uns keinen Platz.

Offen sein heisst für uns nicht, alles gutzuheissen. Sondern einander mit Respekt zu begegnen.

Ziemlich selbstverständlich, finden wir.

Kein Soloprogramm

Der Burgbachkeller ist kein Solo. Und auch kein Duo. Er ist ein ziemlich gut eingespieltes Ensemble.

Bühne, Kasse, Technik, Vermittlung, Administration: Hinter jedem Abend stehen Menschen, die diesen Keller zu dem machen, was er ist. Manche sieht man, andere kaum. Ohne sie läuft hier nichts. Und gemeint ist wirklich nichts.

Wir arbeiten miteinander, nicht nebeneinander. Mit Vertrauen, Respekt und dem Wissen, dass unterschiedliche Stimmen eine Sache meistens besser machen. Und weil gute Arbeit mehr verdient als Wertschätzung, gehören für uns auch gute Arbeitsbedingungen und eine professionelle Bezahlung dazu.

Wir teilen Verantwortung, machen Entscheidungen nachvollziehbar und gehen sorgfältig mit Menschen, Geld und Ressourcen um.

Denn wie wir miteinander arbeiten, ist nicht Nebensache. Es gehört zu dem Theater, das wir sein wollen.