Geschichte

Seit 500+ Jahren ein Teil von Zug

Die Geschichte des Burgbachkellers

Wo Gemüse hing und Früchte

Siehst du die Haken an der Decke?

Sie erzählen von einer Zeit, in der hier Gemüse, Früchte und Wein gelagert wurden. Das Gebäude ist über 500 Jahre alt. Dass daraus einmal ein Theater werden würde, konnte damals niemand ahnen.

Es brauchte zwei Menschen, die genau darin eine Möglichkeit sahen. Annemarie und Eugen Hotz verwandelten den dunklen Keller mit viel Ausdauer, einer klaren Vision und nicht zuletzt einigen Rattenfallen in einen Theaterraum. Am 6. November 1968 öffnete der Burgbachkeller seine Türen – als eines der ersten Kleintheater der Schweiz.

Eröffnet wurde mit einem Stück des Cabaret Durzug. In den Jahren danach standen Künstlerinnen und Künstler wie Gert Fröbe, Ines Torelli, Mani Matter, Emil Steinberger oder Dimitri auf der kleinen Bühne. Nicht wegen ihrer Bekanntheit erinnert man sich an sie. Sondern weil jede und jeder Teil der Geschichte dieses Hauses geworden ist.

Wo Neugier zu Hause ist

Seit 1968 haben unzählige Künstlerinnen und Künstler auf der Bühne des Burgbachkellers gestanden. Bekannte Namen ebenso wie Menschen, die damals noch ganz am Anfang standen. Nicht alle wurden berühmt. Aber alle waren für einen Abend Teil dieses Hauses.

Daran hat sich bis heute nichts geändert.

Der Burgbachkeller interessiert sich für Geschichten, die noch nicht auserzählt sind. Für Stimmen, die etwas Eigenes mitbringen. Für Künstlerinnen und Künstler, die ausprobieren, hinterfragen und manchmal auch scheitern dürfen. Neugier ist für uns kein Programmpunkt. Sie ist der Anfang von allem.


Wo Geschichte Zukunft hat

Heute ist der Burgbachkeller ein Theater für Schauspiel, Musik, Tanz, Literatur, Experimente, Gespräche, Improvisation und junges Publikum. Ein Theater, das seine Geschichte kennt, ohne sich auf ihr auszuruhen. Denn grosse Theatermomente entstehen nicht durch die Grösse einer Bühne, sondern durch die Menschen, die sie miteinander teilen.

Und die Haken an der Decke?

Die sind geblieben.

Nicht als Dekoration.

Sondern als Erinnerung daran, dass gute Geschichten manchmal dort beginnen, wo sie niemand erwartet.

Seit über 500 Jahren Teil von Zug

1478–1875
Spital. Im Keller werden die Toten aufgebahrt.

Ab 1875
Das Gebäude wird zum Schulhaus. Im Keller werden Lebensmittel und Wein gelagert.

Seit 1968
Der Burgbachkeller wird zum Theater.


Theaterleitungen

1968–1988
Annemarie und Eugen Hotz

1989–1996
Annelies Ursin

1996–2019
Roland Schlumpf

2019–2025
Madeleine Flury und Giannina Masüger

Seit August 2025
Nadja Bürgi und Kim Emanuel Stadelmann